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Thoraxdrainage Bei
ca. 10% aller Unfallverletzungen findet
eine Traumatisierung des Thorax mit
einer Letalität von 5-10% statt.
Bei polytraumatisierten Patienten ist
sogar in über 50% der Fälle
mit einer Verletzung des Thorax zu
rechnen. Ursache des Thoraxtraumas ist
in meisten Fällen stumpfe
Gewalteinwirkung wie das Anpralltrauma
an Gurt oder Lenkrad beim
Verkehrsunfall, Stürze aus
größerer Höhe, Tritte
Schläge vor den Brustkorb
etc. Unter
einem Pneumothorax versteht man das
Eindringen von Luft in den Pleuraraum
mit völligem oder teilweisem
Kollaps der betroffenen Lunge. Tritt
dies in Form eines
Spannungspneumothorax auf, entsteht
eine akut lebensbedrohliche
Notfallsituation, indem durch einen
Ventilmechanismus Luft in den
Pleuraraum eindringt, aber nicht wieder
hinausgelangt. Die
Therapie des Spannungspneumothorax
besteht in der sofortigen Entlastung
der in den Pleuraraum eingedrungenen
Luft (beim Haematothorax des
eingedrungenen Blutes) durch Aufheben
des Ventilmechanismus.
Zu
diesem Zweck wird eine Thoraxdrainage
an der betroffenen Seite angebracht.
Als Zugangsorte dienen der Zugang nach
Bülau im 4.-5. Intercostalraum
(ICR) in der mittleren Axillarlinie
oder der Zugang nach Monaldi im 2.-3.
ICR in der Medioclavicularlinie.
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