Elektrotherapie von Herzrhythmusstörungen
Kardioversion


Lernziele

Defibrillation

Kardioversion

Schrittmacher-
therapie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Patienten, die in Folge einer ausgeprägten Tachykardie (z.B. ventrikuläre Tachykardie, Tachykardie bei Vorhofflattern oder-flimmern, PSVT) hämodynamisch instabil sind, d. h. Symptome wie Bewußtseinstrübung, Dyspnoe, Thoraxschmerz oder Lungenödem zeigen, werden primär oder nach erfolglosem medikamentösen Therapieversuch einer Kardioversion unterzogen.

Unter Notfallbedingungen unterscheidet sich die Kardioversion von der Defibrillation in zwei Punkten:

1. Die Stromapplikation wird mit der R-Zacke des EKG`s synchronisiert, um eine Energieentladung während der vulnerablen Phase des Herzens (T-Welle) zu vermeiden, welches sonst Kammerflimmern auslösen könnte.

2. In der Regel ist die Wahl einer geringeren Energiemenge möglich. Üblicherweise wird mit 100 J /200 J/300 J/360 J kardiovertiert, mit Ausnahme der polymorphen ventrikulären Tachykardie, die initial bereits mit 200 J kardiovertiert wird und der paroxysmalen supraventrikulären Tachykardie und Vorhofflattern, bei der die initiale Energie nur 50 J betragen sollte. Trotz geringerer Energiemengen ist meist eine Analgosedierung des Patienten notwendig, sofern dies aufgrund des Zeitdrucks bzw. der instabilen Hämodynamik möglich ist, oder aufgrund einer Bewußtlosigkeit noch nötig ist.

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