Basismaßnahmen der Cardiopulmonalen Reanimation
Herzdruckmassage

Lernziele


Diagnostischer
Block


Überprüfen der
Bewußtseinslage


Atemkontrolle


Atemwege und
Beatmung


Herzdruckmassage


ACD-CPR


Herzdruckmassage mit aktiver Kompression-Dekompression (ACD-CPR)


Bei der ACD-CPR wird dem Patienten eine Gummisaugglocke auf den Druckpunkt im unteren Sternumdrittel aufgesetzt, an der ein Griff angebracht ist. Durch Ziehen an bzw. Drücken auf diesen Griff wird nun abwechselnd Druck bzw. Sog auf den Thorax ausgeübt. Die Stärke von Druck und Sog kann auf einer Skala im Griff abgelesen und damit dosiert werden.

Durch den Sog kommt es einerseits zu einer Ausdehnung der Lunge - damit auch zu einer über den Totraum hinausgehenden Belüftung der Lunge, welche die Beatmung jedoch nicht ersetzt. Zum anderen werden Thoraxgefäße und Herz (insbesondere der linke Ventrikel) besser mit Blut gefüllt, so daß bei der nächsten Kompression mehr Blut in den Kreislauf ausgeworfen wird (in einzelnen klinischen Versuchen konnte der Blutdruck in der Femoralarterie von ca. 50 mmHg bei normaler CPR auf ca. 85 mmHg bei ACD-CPR angehoben werden, entsprechend einer Steigerung um über 50 %). Der cerebrale und coronare Blutfluß verbessert sich dadurch erheblich.

Diese Methode zeigte in klinischen Studien im Vergleich zur Standard-CPR mit ACD-CPR ein erhöhtes linksventrikuläres Schlagvolumen, ein erhöhtes end-exspiratorisches Kohlendioxid und eine verlängerte 24-h Überlebensrate. Desweiteren konnte im Vergleich (ACD-CPR versus CPR) eine erhöhte Einjahresüberlebensrate bei Durchführung der Herzdruckmassage mit aktiver Kompression-Dekompression beobachtet werden. Es wurden zudem signifikant weniger neurologische Defizite bei Patienten, die nach einem beobachteten Herzstillstand mit der ACD-CPR-Technik reanimiert wurden, nach der Entlassung festgestellt. In anderen Studien konnten jedoch keine signifikanten Unterschiede in der Anwendung der ACD-CPR und der manuellen CPR festgestellt werden. Unter anderem können diese unterschiedlichen Ergebnisse auf mangelnde Fertigkeiten des Anwenders der ACD-CPR Technik oder in einer besonders effektiv praktizierten manuellen CPR zurückgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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