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Basismaßnahmen
der Cardiopulmonalen Reanimation Lernziele
Die Überprüfung
der Bewußtseinslage erfolgt zunächst durch einfaches,
lautes Ansprechen (Cave: Schwerhörige) und Anfassen
an der Schulter mit deutlichem Schütteln. Bleibt dies
unbeantwortet, wird versucht, die Tiefe des Bewußtseinsverlustes
durch das Setzen eines Schmerzreizes (z.B. durch Kneifen
an der Nasenwurzel) zu eruieren. Eine Hand hält
nun den Kopf in überstreckter Position, die andere
wird an die Grenze zwischen Brust und Bauch am Rippenbogen
aufgelegt, um Thorax- und Bauchatmung zu fühlen, das
Ohr wird über Mund und Nase des Patienten gehalten,
um die ausströmende Atemluft zu hören, sowie die
Thoraxexkursionen zu beobachten (sehen). Die Überprüfung des Kreislaufs
erfolgt direkt nach der Atemkontrolle. Dazu wird der Karotispuls
beidseits (Cave: Karotisstenose mit fälschlich festgestellter
Pulslosigkeit bei einseitigem Tasten) nacheinander (Cave:
Vagusstimulation durch Karotissinusreizung) für nicht
länger als 10 Sekunden getastet. Es sollte zudem auch
nach allgemeinen Zeichen einer Kreislauffunktion gesucht
werden. (z. B. Schlucken, Husten, Bewegungen; dazu gehört
auch die Reaktionslosigkeit auf die durchgeführte Beatmung).
Zur Durchführung der korrekten
Herzdruckmassage wird bei Kreislaufstillstand nun der Druckpunkt
aufgesucht. Hierzu wird zunächst durch Tasten des Rippenbogens
der Winkel zwischen Xyphoid und Rippenbogen und der untere
Sternumrand markiert und im Folgenden die andere Hand auf
die untere Sternumhälfte aufgelegt. Die Frequenz für die Herzdruckmassage
beträgt beträgt 100/min, so daß effektiv
(nach Abzug der Beatmungsphasen) etwa 70 Kompressionen/min
geleistet werden können. Zur Wirkungsweise der
Herzdruckmassage gibt es folgendes Modell: Herzdruckmassage mit
aktiver Kompression-Dekompression (ACD-CPR): Bei der ACD-CPR
wird dem Patienten eine Gummisaugglocke auf den Druckpunkt
im unteren Sternumdrittel aufgesetzt, an der ein Griff angebracht
ist. Durch Ziehen an bzw. Drücken auf diesen Griff
wird nun abwechselnd Druck bzw. Sog auf den Thorax ausgeübt.
Die Stärke von Druck und Sog kann auf einer Skala im
Griff abgelesen und damit dosiert werden. |
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