Erweiterte Maßnahmen der CPR
Pharmakotherapie


Lernziele

Intubation und
intravenöser
Zugang

Pharmakotherapie


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Adrenalin (Suprarenin®)


Wirkungsweise

In üblicher Dosierung alpha- und beta-sympathomimetische Wirkung:


Alpha-Stimulation führt zu peripherer Vasokonstriktion mit

  • Anstieg des peripheren Widerstandes und des zentralen Blutvolumens,
  • Verbesserung der koronaren und zerebralen Durchblutung,
  • Anstieg des Schlagvolumens während der Herzdruckmassage.


Beta-Stimulation führt zur Steigerung von

  • Herzfrequenz (positiv chronotrope Wirkung),
  • Reizleitung (positiv dromotrope Wirkung),
  • Reizbildung (positiv bathmotrope Wirkung),
  • Kontraktilität (positiv inotrope Wirkung),
  • jedoch auch zur Steigerung des myokardialen Sauerstoffbedarfs.

Die Umwandlung von feinem, hochfrequentem Kammerflimmern in ein grobes, unter Umständen besser defibrillierbares Kammerflimmern ist umstritten.

Indikation

Adrenalin ist indiziert bei allen Formen des Kreislaufsstillstandes
  • bei Asystolie/pulsloser elektrischer Aktivität: frühestmöglich
  • bei Kammerflimmern/pulsloser ventrikulärer Tachykardie: erst nach initial drei Defibrillationen.

Dosierung

1 mg i.v. alle 3-5 Minuten bzw. 3 mg e. b.

Eskalierende oder hochdosierte Adrenalinapplikationen werden nicht weiter empfohlen (Klasse unbestimmbar). Höhere Adrenalin-Dosierungen führten nicht zu einer Verbesserung der Überlebensraten, es kommt bei kumulativen Dosierungen sogar zu einem schlechteren neurologischen Outcome bei den Überlebenden. Im Tierexperiment konnte nachgewiesen werden daß eine Adrenalinapplikation zur Steigerung des myokardialen Sauerstoffverbarauchs (ß-Stimulation) führt. Hiermit einhergehend kommt es zu einer geringeren Myokardperfusion, es treten vermehrt ventrikuläre Rhythmusstörungen auf. In der Postreanimationsphase kann es zum progredienten Herzversagen kommen.

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