Erweiterte Maßnahmen der CPR
Pharmakotherapie


Lernziele

Intubation und
intravenöser
Zugang

Pharmakotherapie


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Atropin


Wirkungsweise

Atropin ist exin Parasympatholytikum, d. h., es vermindert die Wirkung des Parasympathikus, indem es Acetylcholin von seinem Rezeptor verdrängt.

Dies führt am Herzen zur

  • Steigerung der Herzfrequenz im Sinusknoten
  • Beschleunigung der AV-Überleitung

Indikation

Reanimation: bei Asystolie / bradykarder pulsloser elektrischer Aktivität in Verbindung mit Adrenalin (Klasse II a). Symptomatische Bradykardie: vor allem Sinusbradykardie, Bradykardie bei AV-Block 1. Grades / 2. Grades Typ Wenckebach.

Dosierung

1 mg i.v. alle 3-5 min. bis zu insgesamt 3 mg (0,04 mg/kg KG) bzw. 2-fache Dosis e. b.

Die Maximaldosis von 3 mg bewirkt beim erwachsenen Patienten eine vollständige Vagolyse, eine weitere Dosiserhöhung erscheint daher nicht sinnvoll.

Nebenwirkung

  • Steigerung des myokardialen Sauerstoffbedarfs
  • Tachyarrhythmie
  • ventrikuläre Tachykardie/Ektopie (selten)
  • paradoxe Bradykardie bei Dosis kleiner 0,5 mg

Hinweis

Die Gabe von Atropin beim AV-Block auf Ebene des His-Bündels bzw. der Purkinje-Fasern (AV-Block 2. Grades Typ Mobitz, AV-Block 3. Grades) ist umstritten und meist erfolglos. Bei herztransplantierten Patienten kann die Wirkung von Atropin ganz ausbleiben, da die Verbindung zum N. vagus fehlt. Ein mit Atropin antagonisierbarer starker Vagotonus ist deshalb nicht zu erwarten.

Kontraindikationen

Bradykardie bei Vorhofflattern / -flimmern (Gefahr des Kammerflattern / -flimmern), eventuell AV-Block 2. Grades Typ Mobitz II/, AV-Block
3. Grades

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