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Reanimation
als Teamarbeit und Algorithmus Platzbedarf Eine erfolgreiche Reanimation
ist nur durch konsequente Zusammenarbeit aller Beteiligten
und durch vorausschauende Planung möglich. Im folgenden
Kapitel werden daher mehrere Einzelaspekte der Reanimation,
beginnend mit einer Phaseneinteilung des Reanimationsablaufes,
die organisatorischen Aufgaben des Teams, sowie die Einzelaufgaben
der Teammitgieder beschrieben. Die Reaktion des professionellen
Rettungsdienstes besteht aus sieben Phasen: Vorbereitung,
Ankunft, Wiederbelebung, Erhaltungs- und Stabilisierungsphase,
Information der Angehörigen, Transport zur Intensivtherapie,
sowie die Phase Kritik/Auswertung. Bei der HLW kommen in
der Regel ein bis zwei Fahrzeugbesatzungen (RTW und NEF,
RTW und NAW, bzw. der NAW alleine) zum Einsatz, die vor
Ort ein gemeinsames Team bilden müssen. Dafür
sind schon von vornherein verschiedene Gesichtspunkte zu
berücksichtigen. Um am Notfallort ein
Chaos im Sinne von doppelter Verplanung eines Helfers oder
sonstig ungünstiger Aufgabenverteilung zu vermeiden,
ist die Bestimmung eines Teamleiters absolut notwendig.
Dies sollte in erster Linie der Notarzt sein, vor seinem
Eintreffen am Notfallort der jeweils am besten ausgebildete
und erfahrene Rettungsassistent. Der Teamleiter wird dann
vorzugsweise den Platz am Kopf des Patienten einnehmen,
um von dort die Maßnahmen der anderen Helfer zu koordinieren,
bzw. einzelne Aufgaben wie die Durchführung der Intubation,
ggf. die Bedienung des Defibrillators, selbst zu übernehmen.
Beim Dreier-Team (Teamleiter, Helfer 1, Helfer 2) soll der
Helfer 1 der nach dem Notarzt am meisten Erfahrene sein
und zur Bedienung des EKG`s bzw. zum Anlegen des i. v.-Zugangs
herangezogen werden. Helfer 2 wird mit den Aufgaben der
Vorbereitung und Assistenz bei den erweiterten Maßnahmen
der Intubation, Medikamentengabe und des i.v.-Zugangs betraut.Um
einen optimalen Materialzugang zu ermöglichen, wird
der Defibrillator günstigerweise links vom Patienten
aufgestellt, der Notfallkoffer "Kreislauf" rechts zwischen
Teamleiter und Helfer 2, Sauerstoff, Intubations- und Beatmungsgeräte
oberhalb davon neben dem Teamleiter. Der ANR-Algorithmus enthält
alle derzeit wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse zu
den unterschiedlichen Reanimationssituationen unter dem
EKG-Bild von Kammerflimmern, pulsloser ventrikulärer
Tachykardie, Asystolie und pulslos elektrischer Aktivität
(PEA). Entsprechend den aktuellen Internationalen Leitlinien
wurden alle empfohlenen Maßnahmen aufgenommen. Der
Algorithmus gibt damit sowohl dem (Not)arzt als auch dem
medizinischen Assistenzpersonal (z. B. Rettungsassistenten)
beim Handeln im Rahmen einer sogenannten Notkompeztenz eine
gewisse rechtliche aber vorallem therapeutische Sicherheit. |
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