Spezielle Reanimationssituationen
Stromunfall


Lernziele

Stromunfall

Ertrinkungsunfall

Hypothermie

Schwangerschaft

Reanimation im
Kindes und
Kleinkindesalter


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Eine weitere Komplikation bei Stromunfällen ist die Gefahr des Nierenversagens durch Flüssigkeitsverlust und Myoglobinurie (aus geschädigtem Skelettmuskel). Diese muß durch frühzeitige Volumen- und Diuretikagabe (Furosemid) verhindert werden. Gleichzeitig besteht noch die Möglichkeit der Entstehung von tiefen Beinvenenthrombosen.

Besonderheit des Blitzschlages ist die hohe primäre Mortalität von 30% (Spannungen in Höhe von 1 Millionen bis 2 Milliarden Volt bei Stromstärken um 200 Ampere). Es kommt dabei jedoch zu erstaunlich wenig Gewebszerstörung und Flüssigkeitsverlust. Dafür muß mit der Entstehung eines Hirnödems gerechnet werden, hier ist also eher Flüssigkeitsrestriktion indiziert.

Insgesamt ist die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Herzstillstand nach Stromunfall und Blitzschlag auch bei länger andauernder Reanimation sehr gut. Deshalb muß bei einer Vielzahl insbesondere von Blitzschlag-Verletzten auch die sog. reversed Triage angewandt werden, d.h. die am schlimmsten Betroffenen werden zuerst behandelt.

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