Spezielle Reanimationssituationen
Hypothermie


Lernziele

Stromunfall

Ertrinkungsunfall

Hypothermie

Schwangerschaft

Reanimation im
Kindes und
Kleinkindesalter


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der durch die Unterkühlung herabgesetzte Stoffwechsel ermöglicht lange Wiederbelebungszeiten für Herz und Gehirn, so daß auch nach längerem Kreislaufstillstand ein Überleben ohne neurologisches Defizit möglich ist. Aus diesem Grunde müssen bei Unterkühlten die Wiederbelebungsmaßnahmen bis zum Erreichen einer Körperkerntemperatur von mindestens 36ºC durchgeführt werden ("Nobody is dead until warm and dead!").

Ursachen der Hypothermie können unsachgemäße, insbesondere feuchte Kleidung sein, sowie Alkohol oder Drogenkonsum (Vasodilation!), mangelnder Schutz gegenüber kühler Witterung, insbesondere verbunden mit starkem Wind (in dieser Kombination auch im Frühjahr oder schon im September vorhanden!) oder Ertrinkungsunfälle. Seltenere Ursachen sind endokrine Störungen oder ein Schädelhirntrauma.

In jedem Falle sollte der Patient von seinen durchnäßten, kühlen Kleidern befreit werden. Ist in vertretbarer Zeit keine Herz-Lungen-Maschine zur Verfügung, so kann die zentrale Erwärmung durch i. v.-Gabe von 43ºC warmer Kochsalzlösung über einen Zentralvenenkateter (150 - 200 ml/h), Gabe von erwärmtem Sauerstoff und die Peritonealspülung mit ebenfalls 43ºC warmer, kaliumfreier Lösung erfolgen.

 

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