|
Spezielle
Reanimationssituationen "Kinder
sind wie ein kleiner Topf, sie laufen schnell
aus und sie laufen schnell
über!" Die
Auswurfleistung des Herzens wird bei Kindern
überwiegend durch die Herzfrequenz
geregelt, so daß es bei einem
Flüssigkeits- oder Blutverlust nach einer
kurzen, noch durch Tachykardie kompensierten
Phase der ausreichenden Durchblutung
urplötzlich zu einem Kreislaufzusammenbruch
kommt (beim Erwachsenen meist eher schleichender
Verlauf). Aus diesem
Grund ist bei entsprechender Vorgeschichte die
Tachykardie ein unbedingt zu beachtendes
Warnsignal! Zur Abschätzung des
Kreislaufzustandes muß die periphere
Durchblutung beachtet werden (beim Kleinkind und
Schulkind sind im Normalfall alle Pulse gut und
leicht tastbar). Wechselnde Pulsamplituden und
Unterschiede zwischen zentralen und peripheren
Pulsen bedeuten eine stark verminderte periphere
Durchblutung als Zeichen eines erniedrigten
Herzschlagvolumens (normalerweise 75 - 80 ml /
kg). Erst ab einem Blutvolumenverlust von 25%
sinkt der Blutdruck! Bei
Säuglingen kann aufgrund des Baufettes und
der schwer zugänglichen Leistenarterie der
Puls normalerweise nur an der Innenseite des
Oberarmes getastet werden. Tasten des
Pulses über der A. brachialis |
||||||||
|
|