Herzrhythmusstörungen
Bradykarde Arrhythmieformen

Lernziele


Arrhythmien
u. EKG-Diagnostik

Ursachen
EKG-Diagnostik


Tachykarde
Rhythmusstörungen

Sinustachykardie
PSVT
Vorhofflattern
Vorhofflimmern
SVES
Monotope VES
Polytope VES
Bigeminus
Couplets
R-auf-T-Phänomen
Einteilung nach LOWN
VT, VTach
Torsade de Pointes
Kammerflimmern


Bradykarde
Arrhythmieformen

Sinusbradykardie
Sick-Sinus-Syndrom
AVB I
AVB II-1
AVB II-2
AVB III
Asystolie
PEA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Sinusbradykardie

Die Therapie der Sinusbradykardie richtet sich nach der zugrundeliegenden Pathologie und der hämodynamischen Auswirkung (Zeichen der akuten Herzinsuffizienz, A.p.-Beschwerden, Bewußtseinsstörungen etc.).

In der Notfallsituation muß bei Vorliegen einer Bradykardie v.a. eine ursächliche Hypoxie sicher ausgeschlossen werden (z.B. durch nochmalige Kontrolle der Tubuslage!).

Basistherapie:



  • Sauerstoffgabe
  • Kontrolle der Vitalfunktionen, Monitoring
  • Schaffen eines periphervenösen Zuganges



Erweiterte Therapie



  • Atropin 0,5-1,0 (- 3,0) mg i.v.
  • Schrittmachertherapie, z.B. noninvasiver, transthorakaler Schrittmacher:

    1. Sedierung und/oder Analgesie wenn nötig (Bewußtlosigkeit?)

    bzw. wenn möglich (respiratorsche und hämodynamische Instabilität?)

    2. Anbringen der Schrittmacherelektroden in posteriorer - anteriorer Position

    3. Wahl der Stimulationsfrequenz auf z.B. f = 80 / Min.

    4. Steigerung des Stimulationsstromes I [mA] bis Kammerkomplexe im EKG erkennbar werden ("electrical capture"), z.B. in Schritten von 20 mA

    5. Kontrolle von Puls ("mechanical capture") und Blutdruck

    6. Feineinstellung des Stimulationsstromes, wenn der jeweiligen Stimulation auch ein effektiver Herzschlag mit Auswurfleistung folgt

 

  • wenn Schrittmachertherapie nicht zur Verfügung steht oder erfolglos bleibt:

    Einsatz von Katecholaminen, z.B.

    • Dopamin 5-20 µg / kg KG X Min. i.v
    • Adrenalin 2-10 (-100) µg/Min., bzw. bei kritischer Hypotonie Bolusgabe von 0,05-0,1 mg i.v.



Cave



Gefahr bei frischem Herzinfarkt besteht durch eine kritische Verminderung der Herzleistung und daraus resultierend durch eine verminderte Koronardurchblutung, die ihrerseits Auslöser von Rhythmusstörungen sein kann.





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