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Schädel-Hirn-Trauma Unter
einem SHT versteht man einen durch
Gewalteinwirkung am Kopf klinisch feststellbaren
oder in der bildgebenden Diagnostik
nachweisbaren Schaden, bzw. eine
Funktionsstörung des Gehirns und der
Hirnnerven, oftmals mit Verletzung von
Weichteilen und Knochen des Schädels
kombiniert. Bei
Erwachsenen vor dem 45. Lebensjahr ist das
Schädel-Hirn-Trauma (SHT) die
häufigste Todesursache bzw. der
häufigste Grund für Behinderungen
körperlicher und geistiger Art.
Schädel-Hirn-Traumata werden neben
Arbeits-, Sport- und Haushaltsunfällen
meist durch Verkehrsunfälle verursacht.
Schwere SHT, d.h. Traumata mit einem
Glasgow-Coma-Scale (GCS) <8 Punkten weisen
eine Inzidenz von ca. 160 pro 100.000 Einwohner
jährlich auf, wobei die Hälfte davon
auf polytraumatisierte, also
lebensgefährlich mehrfachverletzte
Patienten entfällt. Die Auswirkungen und
die Prognose der zerebralen Schädigung
werden nicht nur von der unbeeinflußbaren
primären Hirnschädigung des Unfalls
bestimmt, sondern maßgeblich auch von der
zum großen Teil beeinflußbaren
sekundären Hirnschädigung der
posttraumatischen Phase. Neben dem
Erkennen eines SHT sollte eine Einteilung in die
verschiedenen Schweregrade, möglichst am
Anfang der präklinischen Versorgung,
vorgenommen werden, weil davon die Planung des
weiteren Vorgehens, die Therapie und letztlich
auch die Prognose abhängen. Zusätzlich müssen
SHT durch wiederholte Überprüfung der Parameter der
Einteilungsschemata in ihrem Verlauf beurteilt und damit auch
ein Patientenmonitoring durchgeführt werden. Siehe
unter Tabelle Glasgow-Coma-Scale (GCS) Zur
Klassifikation der SHT ist insbesondere die
Glasgow-Coma-Scale (GCS) zu empfehlen, die
aufgrund ihrer einfachen und schnellen
Anwendbarkeit international große
Verbreitung gefunden hat. Der neurologische
Zustand, bzw. die Bewußtseinsstörung
des Patienten, wird durch die klinische
Überprüfung von drei Parametern
beurteilt: Augen öffnen, verbale und
motorische Reaktion. Die bestmöglichste
Antwort bzw. Reaktion des Patienten wird mit
Punkten bewertet und dann daraus eine
Gesamtsumme zwischen maximal 15 und minimal 3
Punkten gebildet. Je höher die Punktesumme,
desto besser der Zustand des Patienten
Entsprechend
dem Punktwert des GCS unterscheidet man zwischen
schwerem SHT (GCS <8 Punkte), mittlerem SHT
(GCS 9 - 12 Punkte) und leichtem SHT (GCS 13 -
15 Punkte). |
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