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Thermische
Verletzungen Es
gibt verschiedene thermische
Einflußfaktoren, die alle meist
über einen annähernd gleichen
Pathomechanismus in eine spezielle Art
der Verletzung münden: Die Haut,
das größte
oberflächliche Organsystem des
Menschen, wird geschädigt und
erleidet damit Einbußen ihrer
essentiellen Funktionen als
Sinnesorgan, Speicherorgan,
Wärmeregulator und
Schutzhülle, so daß der
Körper allen äußeren
und z.T. auch inneren Einflüssen
schutzlos ausgeliefert ist.
Darüber hinaus kommt es bei
schweren Verbrennungen auch zur
Verletzung tieferliegender
Gewebeschichten. Sekundär
können Schädigung an weiteren
Organen und Organsystemen
resultieren. Primär
muß die Rettung des Verletzten
aus der Gefahrenzone unter Beachtung
eines ausreichenden Selbstschutzes
für den Retter erfolgen. Es gilt,
möglichst schnell und effektiv die
schädigende Hitzeeinwirkung auf
den Körper zu unterbinden und jede
weitere Gefährdung sicher zu
verhindern. Überlappend dazu
findet eine erste rasche
Abschätzung der Verletzungsschwere
und der Vitalgefährdung des
Patienten statt. Nach
Überprüfung und Sicherung der
Vitalfunktionen müssen wichtige
Begleitverletzungen erkannt werden, die
in der weiteren Patientenversorgung
Behandlungspriorität besitzen
könnten. Zu nennen sind schwere
Schädel-Hirn-Traumata,
Verletzungen der großen
Körperhöhlen (Thorax- und
Abdominalverletzungen) sowie
Läsionen am Bewegungsapparat.
Nicht selten werden am Unfallort
Zusatzverletzungen bei
Verbrennungspatienten unterschätzt
oder gar übersehen. Die
Haupttodesursache bei
Feuerunfällen ist durch die
Inhalation von heißen und
toxischen Gasen bedingt. Bei der
Verbrennung von Kunststoffen oder
bestimmten biologischen Materialien
entstehen häufig Reizgase wie z.B.
Salzsäure, Phosgen, Ammoniak und
Nitrosegase. Dabei kommt es bei der
Inhalation von wasserlöslichen
Reizgasen bereits in niedriger
Konzentration zu Schleimhautreaktionen,
Augentränen, Niesen, Husten,
Heiserkeit und Stimmlosigkeit. Bei
entsprechend langer Expositionszeit und
ausreichend hoher
Schadstoffkonzentration können
Schädigungen der Bronchien,
Bronchiolen und der Alveolen
auftreten. |
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