Thermische Verletzungen
Lernziele


Lernziele

Pathophysiologie, Leitsymptome und Einteilung

Präklinische Diagnostik und Therapie

Inhalationstrauma

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Folgendes werden Sie kennenlernen:

 

Es gibt verschiedene thermische Einflußfaktoren, die alle meist über einen annähernd gleichen Pathomechanismus in eine spezielle Art der Verletzung münden: Die Haut, das größte oberflächliche Organsystem des Menschen, wird geschädigt und erleidet damit Einbußen ihrer essentiellen Funktionen als Sinnesorgan, Speicherorgan, Wärmeregulator und Schutzhülle, so daß der Körper allen äußeren und z.T. auch inneren Einflüssen schutzlos ausgeliefert ist. Darüber hinaus kommt es bei schweren Verbrennungen auch zur Verletzung tieferliegender Gewebeschichten. Sekundär können Schädigung an weiteren Organen und Organsystemen resultieren.

Primär muß die Rettung des Verletzten aus der Gefahrenzone unter Beachtung eines ausreichenden Selbstschutzes für den Retter erfolgen. Es gilt, möglichst schnell und effektiv die schädigende Hitzeeinwirkung auf den Körper zu unterbinden und jede weitere Gefährdung sicher zu verhindern. Überlappend dazu findet eine erste rasche Abschätzung der Verletzungsschwere und der Vitalgefährdung des Patienten statt. Nach Überprüfung und Sicherung der Vitalfunktionen müssen wichtige Begleitverletzungen erkannt werden, die in der weiteren Patientenversorgung Behandlungspriorität besitzen könnten. Zu nennen sind schwere Schädel-Hirn-Traumata, Verletzungen der großen Körperhöhlen (Thorax- und Abdominalverletzungen) sowie Läsionen am Bewegungsapparat. Nicht selten werden am Unfallort Zusatzverletzungen bei Verbrennungspatienten unterschätzt oder gar übersehen.

Die Haupttodesursache bei Feuerunfällen ist durch die Inhalation von heißen und toxischen Gasen bedingt. Bei der Verbrennung von Kunststoffen oder bestimmten biologischen Materialien entstehen häufig Reizgase wie z.B. Salzsäure, Phosgen, Ammoniak und Nitrosegase. Dabei kommt es bei der Inhalation von wasserlöslichen Reizgasen bereits in niedriger Konzentration zu Schleimhautreaktionen, Augentränen, Niesen, Husten, Heiserkeit und Stimmlosigkeit. Bei entsprechend langer Expositionszeit und ausreichend hoher Schadstoffkonzentration können Schädigungen der Bronchien, Bronchiolen und der Alveolen auftreten.

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